Was ist ein Seminar?


Das Seminar ist vor allem in den Geisteswissenschaften eine grundlegende und häufig anzutreffende Veranstaltungsart. Hier wird der Kern des wissenschaftlichen Arbeitens – Recherche, Schreiben, Präsentieren und Diskutieren – erprobt. Dafür gibt es zwei Arten des Seminars: In Proseminaren, die man im Regelfall zu Studienbeginn besucht, wird die Basis des wissenschaftlichen Arbeitens gelegt. Man erlernt also das notwendige Handwerkszeug, das um die fachlichen Aspekte aus den Grundkursen ergänzt wird. Im später folgenden Hauptseminar wird die Kenntnis dieser Inhalte schon vorausgesetzt. Sie werden weiter eingeübt und vertieft, der Umgang mit ihnen geschliffen.

Thematisch orientieren sich Seminare natürlich am studierten Fach. Das Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft bietet dementsprechend Seminare zu (digitalen) sprachwissenschaftlichen, (digitalen) literaturwissenschaftlichen oder mediävistischen Themen an. Diese Bereiche müssen auch im Studium abgedeckt werden, man wird also Seminare aus jedem Bereich besuchen. Die spezifischen Seminarinhalte sind dabei aber nicht immer gleich. Sie orientieren sich oft an der Forschungsarbeit der Lehrenden: So wechseln die Inhalte der Seminare von Semester zu Semester – sie dienen beispielhaft der Übung des wissenschaftlichen Arbeitens allgemein.

Was passiert in einem Seminar?


Seminare sind, gemessen an der Zahl der Teilnehmenden und verglichen mit Grundkursen oder Vorlesungen, meist eher kleinere Veranstaltungen, die im Regelfall einmal die Woche zu je anderthalb Stunden stattfinden. In ihnen steht die Interaktion der Studierenden untereinander, also Diskussion und Argumentation, im Vordergrund. Damit dies funktioniert, geben die Lehrenden einzelne Sitzungsthemen vor, zu denen dann theoretische Texte die Grundlage liefern. Diese Texte müssen im Vorfeld von den Studierenden bearbeitet werden, damit sie für die jeweilige Sitzung vorbereitet sind und aktiv teilnehmen können. Als Diskussionsimpuls werden zumeist bei jedem Termin Referate zum Sitzungsthema gehalten – kombiniert mit dem Wissen aus den theoretischen Texten soll sich daraus die Diskussion ergeben.

Während die einzelnen Seminarsitzungen vom Austausch und dem Gespräch leben, steht zum erfolgreichen Abschluss des Seminars oft eine schriftliche Hausarbeit an. Es können genauso gut aber auch kleinere Essays, ausgedehnte Referate oder andere Leistungen sein. Die Fertigkeiten, die zum Anfertigen solcher Arbeiten nötig sind, werden ebenfalls im Seminar vermittelt. So wird man im Studium nach und nach verschiedenste Texte anfertigen, die nicht nur ausschlaggebend für die einzelnen Seminare sind, sondern auch gleichzeitig als Übung für die Bachelor- oder Masterarbeit angesehen werden können.

Kontakt


Technische Universität Darmstadt

Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft

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Postanschrift:
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