Altägyptische Kursivschriften. Digitale Paläographie und systematische Analyse des Hieratischen und der Kursivhieroglyphen


Übersicht


Wie lassen sich Handschriften des Alten Ägypten im digitalen Medium verarbeiten, klassifizieren, codieren und durchsuchbar machen? Können andere Fachgebiete wie die Korpuslinguistik oder die Lexikostatistik einen Beitrag dazu leisten? Diesen und anderen Fragen gehen wir in unserem Projekt auf den Grund. Dafür arbeiten wir mit handschriftlichen Texten, die mit Tusche auf verschiedene Schriftträger – etwa Papyrus, Holz, Leder oder Stein – geschrieben oder auch eingeritzt wurden, und nutzen für unsere Datenbank Tools wie Adobe Illustrator, das Datenbanksystem FileMaker oder den oXygen XML Editor.

Vorgehensweise


Gedruckte Paläographien, also Nachschlagewerke für Zeichenformen, in denen Hieroglyphen und hieratische Schriftzeichen (Hieratogramme) einander gegenübergestellt sind, dienen der Ägyptologie seit je her als Hilfsmittel zur Bearbeitung hieratisch geschriebener Texte. Das Ziel unseres Projektes ist die Entwicklung einer Paläographie im digitalen Medium. In diese Datenbank sollen nicht nur die bereits bestehenden gedruckten Paläographien Eingang finden, sondern auch Handschriften, die wir im Projekt paläographisch neu erfassen. Dadurch können die Analyse- und Rechercheoptionen beträchtlich erweitert werden: Beispielsweise kann die Suche nach ähnlichen Schriftzeichen im Digitalen ganz unterschiedlich realisiert werden, etwa mithilfe eines kontrollierten Vokabulars zur Formausprägung der Schriftzeichen. Zudem wollen wir Möglichkeiten zur Visualisierung unserer gesammelten Daten erproben, die weit über das hinausgehen, was eine gedruckte Paläographie leisten könnte.

Kontakt


Technische Universität Darmstadt

Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft

Besucheradresse:
Landwehrstraße 50A
Gebäude S4|23
64293 Darmstadt

Postanschrift:
Dolivostraße 15
64293 Darmstadt

Formalia


Das Projekt zu den Altägyptischen Kursivschriften wird im Rahmen des Akademienprogramms gefördert und von Prof. Ursula Verhoeven-van Elsbergen von der JGU Mainz (Ägyptologie) geleitet. Es besteht seit April 2015 und hat eine geplante Laufzeit von insgesamt 23 Jahren. Das Team an der TU Darmstadt (Andrea Rapp, Svenja A. Gülden, Tobias Konrad), der JGU Mainz (Kyra van der Moezel, Simone Gerhards) und der Mainzer Akademie (wissenschaftliche Hilfskräfte) kooperiert mit der Digitalen Akademie Mainz (Michael Leuk).

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